Die beiden gehen die Straße entlang. Links und rechts säumen Bäume den Weg. Die Blätter sind schon verfärbt. Liegen auf dem Boden und bilden ein buntes Gemisch aus Farben. Rutschig sind sie. Wer da nicht aufpasst, könnte den Halt verlieren. Sie rascheln leicht. Die Schuhe gleiten über sie hinweg. Schwach leuchten die Sonnenstrahlen durch die Baumkrohne. Tunken die Umwelt in ein rötlich-gelbes Licht. Man hört es summen. Irgendwo da in der Winzigkeit der Dinge pulsiert noch das Leben.
Man genießt den Ausblick auf die Vollendung des Jahres. Lässt die Geschehnisse nochmal Revue passieren. Sie laufen ab wie ein Film voller Eindrücke. Bilden sich neu, verformen sich, tanzen mit Gedanken den Walzer der Erinnerungen. Höhen und Tiefen dominieren die Reminiszenz. Der Blick schweift über das blaue Wasser des Sees. Sie Sonne spiegelt sich in auf der kühlen Oberfläche. Wind verzerrt den Umriss, lässt die Oberfläche unruhig kleine Wellen schlagen. Dort eine Bank, die Oase der Ruhe. Nichts lässt sich ausmachen in der Anbahnung von Dingen, die stören könnten. Frieden.
Donnerstag, 23. Juli 2015
Freitag, 18. Juli 2014
Nichts.
Jedes Mal, wenn ich runtergehe und am Empfang vorbeilatsche, sitzt da ein Junge und macht nichts. Er sitzt da rum und spielt mit dem Handy oder schaut aus dem Fenster. Einen Laptop hat er nicht. Einen Mülleimer auch nicht. Kann mir nicht vorstellen, dass das Spaß macht. Hoffentlich überhebt er sich nicht. Kann gefährlich werden, den ganzen Tag nichts anständiges zu tun. Man weiß ja nie, auf was für dumme Gedanken solch Leute kommen. Oh, da fällt einem sicher so einiges ein. Dass das meiste davon nicht gut ist, liegt wohl nahe. Aber mir läge es auch nicht daran, ihn abzulenken. Wohl möglich würde er mich noch auf ein Sitz-mich-ein einladen, sodass wir zusammen nichts tun. Das wäre mir zuviel des guten. Ich mein, ich kann mich über mangelnde Arbeit jetzt nicht beschweren, aber der Aufwand, der mir tagtäglich entgegen weht, ist doch recht übersichtlich. Meist handelt es sich dabei nur um Dinge, die mich selber tangieren und die rein gar nichts mit dem zutun haben, was ich eigentlich machen soll. Aber hey, warum sollte ich fragen, warum ich mehr machen sollte. Ich mein, das könnte ich, ja. Stünde mir sicher gut. So Fragen in den Raum zu werfen, die der Tatsache geschuldet sind, dass ich unterarbeitet bin. Das hielte mich doch nur von den Dingen ab, die mir selber sehr ans Herz wachsen. Und in selbigem gedeihen (wobei der Spross im Hirn entspringt). Ich sehe mich tagtäglich von den schier unscheinbar vielen Möglichkeiten verführt, die mir das weltweite Netz so entgegenwirft. Deswegen tue ich jetzt auch das, was mir am besten liegt. Nichts.
Mittwoch, 18. Juni 2014
Protest.
Rauchig. Lange Beine, Schnee im Sand. Kälte, die man nicht weit über die Baumwipfel sehen kann. Sie kriecht empor, über die Maskerade der Gesellschaft. Entpuppt sich aber später als äußerst facettenreich und beginnt bei Kniehöhe wieder zu sinken. Die Arme sind schlaff. Sie sahen lange keine Anstrengung mehr. Man sollte was tun dafür, dagegen. Nur der Weg ist weit. Und die Kosten zu hoch. Eine Alternative muss her. Im Moment der Arbeitsunlust und auch des Fehlens jener (dessen Zustand sich hoffentlich bald ändert) wünsche ich mir nichts sehnlicher als irgendwie aus diesem Zustand zu entkommen.
Es ist nicht leicht die Präsenz in Worte zu fassen. Manche gehen, manche kommen. Sie trinkt ein Glas O-Saft und entschwindet. Alles aufgenommen auf Zelluloid-Band. Jedoch wird das Ziel nicht hinterfragt.
Von außen kommen Geräusche herein. Sie krabbeln noch oben wie ein wilder Haufen Hummeln. Jegliches Treiben dort unten lässt sich auf Wunsch zurückfuhren, etwas an der Welt verändern zu wollen. Dabei sind die Interessen ganz unterschiedlich, obgleich sie mehrheitlich auf das Zusammenbringen von monetären Mittel ausgerichtet sind. Man denkt sich so, während man da so langgeht, dass es in den Köpfen ja mit allerhand beschaulichen Gedanken zutun haben muss. Jetzt gönnt sich jemand ein Wasser. Man sieht die Person durch die Jalousien des Fensters. Jedoch entschwindet er sogleich wieder aus dem Sichtfeld.
Die Gedanken schweifen weiter. Sie gelangen an jeden Ort, der einem Zuflucht gewährt, an dem man mal das machen kann, wofür die meiste Zeit einfach keine Zeit vorzufinden ist. Der Rücken schmerzt. Aber nur so, da ist jetzt nichts schlimmes dran. Es ist Zwölf durch. Gleich werden wieder Geldscheine in Lebensmittel umgewandelt. Ich muss aufpassen. Es ist bald zu Ende. Und wenn ich mich nicht in Bewegung setze, dann ist das Ende wirklich unschön. Ich brauche ein Gespräch. Die Person am anderen Ende der Leitung wartet aber nicht. Sie weiß davon noch nichts. Und jetzt denke dir mal, wie viel ein Schriftsteller so am Tag schreibt. Das ist schon eine ganze Menge. Der sitzt doch eh darum, seelenruhig, lässt seine Füsse ins Wasser baumeln und denkt so um dies und das nach. Ich wiederum denke darüber nach, dass es bald zu Ende ist und ich unbedingt was machen muss. Ich muss eine Entscheidung treffen. Die Entscheidung aufzustehen und mich mit dem Unkomfortablen auseinandersetzen. Aber ich will es ja auch. Deswegen bin ich hier. Und deswegen wollten sie mich. Ich kann das immer noch nicht nachvollziehen. Ich frage mich, wo da der Zweck und Sinn liegt. Bin ich nur ein Versuchskaninchen? Nein, sicher hatten sie schon einige vor mir hier. Ich kann nie im Leben der Erste sein.
Es ist später geworden. Die Frau, mit der ich eigentlich gehen wollte, ist nicht hier. Sie ist halt irgendwo. Sicher kommt sie gleich zurück. Ich mag es allein zu sein. Dann kann man immer Sachen machen, die man sonst nicht unbedingt machen würde. Und man wird nicht angesprochen. Interessant, wie dann alle davon ausgehen, man spreche die gleiche Sprache. Was ist denn, wenn dem nicht so ist? Mir ist alles daran gelegen, dass die Zeit schnell vorbeigeht. Obwohl, eigentlich sollte ich mich ja ob der neuen Zeit freuen, die mir gegeben wurde. Die Möglichkeiten, die ich habe. Das ist schon etwas besonderes.
Witzig, wenn Leuten anfangen zu rennen. Man könnte meinen, etwas stach sie in den Schuh. Ob ich nachfragen soll, was denn so wichtig sei? Ich denke, die daraufhin einsetzende Erläuterungsphase können wir uns alle sparen. Es lohnt sich schlicht nicht. Und jetzt stehen sie wieder alle draußen und inhalieren Teer und Nikotin. Abscheulich. Zum Glück brauche ich mir das Schauspiel nur aus gewisser Entfernung ansehen. Es wäre ja wohl auch zu schön gewesen, wenn ich direkt daneben stünde. Dann hätte ich einen Grund mich zu entfernen. Ich verzichtete dann auf deren Gesellschaft. Ja, die haben sie ja schon dank der weißen Stängel.
Der O-Saft schaut mich an. Er steht da ganz sachte auf dem Tisch neben dem Laptop. Knapp halb leer. Daneben eine leere Tasse. Ein Löffel lugt heraus. Wie oft er wohl schon zwischen Zeige- und Ringfinger balanciert wurde? Eine Erläuterung spare ich mir auch hier. Nebenbei, die Frau kam gerade wieder.
Jetzt abwarten, was passiert.
Es ist nicht leicht die Präsenz in Worte zu fassen. Manche gehen, manche kommen. Sie trinkt ein Glas O-Saft und entschwindet. Alles aufgenommen auf Zelluloid-Band. Jedoch wird das Ziel nicht hinterfragt.
Von außen kommen Geräusche herein. Sie krabbeln noch oben wie ein wilder Haufen Hummeln. Jegliches Treiben dort unten lässt sich auf Wunsch zurückfuhren, etwas an der Welt verändern zu wollen. Dabei sind die Interessen ganz unterschiedlich, obgleich sie mehrheitlich auf das Zusammenbringen von monetären Mittel ausgerichtet sind. Man denkt sich so, während man da so langgeht, dass es in den Köpfen ja mit allerhand beschaulichen Gedanken zutun haben muss. Jetzt gönnt sich jemand ein Wasser. Man sieht die Person durch die Jalousien des Fensters. Jedoch entschwindet er sogleich wieder aus dem Sichtfeld.
Die Gedanken schweifen weiter. Sie gelangen an jeden Ort, der einem Zuflucht gewährt, an dem man mal das machen kann, wofür die meiste Zeit einfach keine Zeit vorzufinden ist. Der Rücken schmerzt. Aber nur so, da ist jetzt nichts schlimmes dran. Es ist Zwölf durch. Gleich werden wieder Geldscheine in Lebensmittel umgewandelt. Ich muss aufpassen. Es ist bald zu Ende. Und wenn ich mich nicht in Bewegung setze, dann ist das Ende wirklich unschön. Ich brauche ein Gespräch. Die Person am anderen Ende der Leitung wartet aber nicht. Sie weiß davon noch nichts. Und jetzt denke dir mal, wie viel ein Schriftsteller so am Tag schreibt. Das ist schon eine ganze Menge. Der sitzt doch eh darum, seelenruhig, lässt seine Füsse ins Wasser baumeln und denkt so um dies und das nach. Ich wiederum denke darüber nach, dass es bald zu Ende ist und ich unbedingt was machen muss. Ich muss eine Entscheidung treffen. Die Entscheidung aufzustehen und mich mit dem Unkomfortablen auseinandersetzen. Aber ich will es ja auch. Deswegen bin ich hier. Und deswegen wollten sie mich. Ich kann das immer noch nicht nachvollziehen. Ich frage mich, wo da der Zweck und Sinn liegt. Bin ich nur ein Versuchskaninchen? Nein, sicher hatten sie schon einige vor mir hier. Ich kann nie im Leben der Erste sein.
Es ist später geworden. Die Frau, mit der ich eigentlich gehen wollte, ist nicht hier. Sie ist halt irgendwo. Sicher kommt sie gleich zurück. Ich mag es allein zu sein. Dann kann man immer Sachen machen, die man sonst nicht unbedingt machen würde. Und man wird nicht angesprochen. Interessant, wie dann alle davon ausgehen, man spreche die gleiche Sprache. Was ist denn, wenn dem nicht so ist? Mir ist alles daran gelegen, dass die Zeit schnell vorbeigeht. Obwohl, eigentlich sollte ich mich ja ob der neuen Zeit freuen, die mir gegeben wurde. Die Möglichkeiten, die ich habe. Das ist schon etwas besonderes.
Witzig, wenn Leuten anfangen zu rennen. Man könnte meinen, etwas stach sie in den Schuh. Ob ich nachfragen soll, was denn so wichtig sei? Ich denke, die daraufhin einsetzende Erläuterungsphase können wir uns alle sparen. Es lohnt sich schlicht nicht. Und jetzt stehen sie wieder alle draußen und inhalieren Teer und Nikotin. Abscheulich. Zum Glück brauche ich mir das Schauspiel nur aus gewisser Entfernung ansehen. Es wäre ja wohl auch zu schön gewesen, wenn ich direkt daneben stünde. Dann hätte ich einen Grund mich zu entfernen. Ich verzichtete dann auf deren Gesellschaft. Ja, die haben sie ja schon dank der weißen Stängel.
Der O-Saft schaut mich an. Er steht da ganz sachte auf dem Tisch neben dem Laptop. Knapp halb leer. Daneben eine leere Tasse. Ein Löffel lugt heraus. Wie oft er wohl schon zwischen Zeige- und Ringfinger balanciert wurde? Eine Erläuterung spare ich mir auch hier. Nebenbei, die Frau kam gerade wieder.
Jetzt abwarten, was passiert.
Donnerstag, 4. April 2013
Anderweitig.
Wie die Zeit vergeht. Der letzte Post war im November. Bis heut hatte ich wohl viel zutun, nehme ich mal an. Nur was so? Das kann ich mir mit Blick auf die letzten Monate auch nicht erschließen.
Da waren Ferien und Klausuren und Wochenenden und lernfreie Abende, und doch vernahm ich kein Interesse den Blog mit Wörtern zu füllen.
Nun wollte ich wieder ein Lebenszeichen setzen, damit mir die Robots und Crawler nicht vollends abspringen. Sind sie wohl schon. Trotzdem kann ich über mehr als 1000 Seitenaufrufe staunen. Danke, ihr... nunja, wer auch immer sich hierher verirrt.
Tatsache ist, dass ich jetzt wieder was schönes schreiben muss. Und dass ich meine TLD abzuschalten gedenke. Die kostet sowieso nur sinnlos Geld, bestimmt 12€ im Jahr. Und Postfächer habe ich eh genug.
Nun denn, ich überlege mir jetzt was Neues und schreibe das dann hierein. Wo auch sonst. Nur, ja jetzt kommt wieder die obligatorische Einschränkung, wann das ist, das kann ich nicht sagen. Ich sage nur, ich lebe noch. Und das ist fast alles, was hin und wieder zählt. Sodann springe ich mal weg vom Schreibtisch und genehmige mir einen Schluck aus der Wasserflasch.
Da waren Ferien und Klausuren und Wochenenden und lernfreie Abende, und doch vernahm ich kein Interesse den Blog mit Wörtern zu füllen.
Nun wollte ich wieder ein Lebenszeichen setzen, damit mir die Robots und Crawler nicht vollends abspringen. Sind sie wohl schon. Trotzdem kann ich über mehr als 1000 Seitenaufrufe staunen. Danke, ihr... nunja, wer auch immer sich hierher verirrt.
Tatsache ist, dass ich jetzt wieder was schönes schreiben muss. Und dass ich meine TLD abzuschalten gedenke. Die kostet sowieso nur sinnlos Geld, bestimmt 12€ im Jahr. Und Postfächer habe ich eh genug.
Nun denn, ich überlege mir jetzt was Neues und schreibe das dann hierein. Wo auch sonst. Nur, ja jetzt kommt wieder die obligatorische Einschränkung, wann das ist, das kann ich nicht sagen. Ich sage nur, ich lebe noch. Und das ist fast alles, was hin und wieder zählt. Sodann springe ich mal weg vom Schreibtisch und genehmige mir einen Schluck aus der Wasserflasch.
Montag, 12. November 2012
Für dich, du Lumia 920, du.
Hier eine kleine Prosa, die ich für ein Gewinnspiel geschrieben habe, warum ich das Lumia 920 so toll finde. Wegschmeißen wollte ich sie aber nicht. Deswegen poste ich sie hierein. Wer will, kann lesen. Wer nicht will, der auch. Ha!
"Durch die ständige Weiterentwicklung und den technischen
Fortschritt der mobilen Endgeräte sind Smartphones als mobile Helfer heute nicht mehr aus unserem
Alltag wegzudenken. Sie helfen uns in die richtige Bahn zu steigen, informieren uns selbstständig,
ob ein Flug Verspätung hat oder es auf unserer Strecke einen Stau gibt. Sie verzaubern uns mit
ihrer Vielseitigkeit, sind das Sprachrohr zu jedem Glied am Horizont unserer sozialen Hemisphäre und
ersetzen nicht nur unsere antiken Heimcomputer, sondern auch die Raucherpause. Genau genommen sind sie eine Personifizierung unserer selbst
und werden von einem grauen Massenprodukt zu einem Accessoire, das das Wesen
des Nutzers durch Launcher, Apps, Hintergründe, Music und Bilder widerspiegelt. Doch ist die treibende Kraft hinter den Smartphones meist
eher der Softwarehersteller, dessen Weiterentwicklung des Systems und der
zugehörigen App-Supermärkte um die Gunst der Gerätehersteller und Nutzer buhlt.
Da Geräte-Hersteller meist für mehrere OS-Hersteller produzieren und sich die
Smartphone-Eigenschaften und Features recht ähneln, sucht man sich meist vorher
aus, welchem OS-Unternehmen man seine Daten anvertraut. Anhänger und Sympathisanten der OS-Systeme haben sich
freiwillig den Regelungen des Erschaffers unterzuordnen und so manche
Preissteigerung oder Sammlung an Privatinformationen über verfügbare WLAN-Netze
wird zähneknirschend hingenommen. Gleichwohl kann eine Diskussion auch zu einem starken
Interessenkonflikt ausarten, bei dem sich eine Meinungsverschiedenheit zwischen
den einzelnen "Glaubensgruppen" bis zu einem Disput entwickelt, der
für einige schon blasphemische Züge aufweist. Ist es nicht die Software, so steht auch die Hardware, das
Gerät selber im Mittelpunkt der hitzigen Debatten.
Doch seit ein gewisser Hersteller vor einigen Jahren die
Smartphone-Ära für den Massenmarkt eingeläutet hat, sind in letzter Zeit keine
allzu großen Schritte mehr vernommen wurden. Es wurde zwar mit Technik geklotzt,
jedoch bezog sich dies meist auf bessere, größere und schärfere Displays, einem schnelleren Prozessor, einer
höher auflösenden Kamera, irgendwelchen Fehlversuchen in 3D-Welt vorzudringen oder der aparte Versuch, das Smartphone per NFC
zu einer Geldbörse umzufunktionieren. Folglich blieben viele Entwicklungen auf der Strecke oder
wurden einfach unausgereift auf den Markt geworfen (Beamer-Handy). Tatsache ist, dass vieles, was uns die Hersteller für
wichtig verkaufen wollen, nicht wirklich bemerkenswert ist.
Doch manchmal wagen Hersteller auch Schritte (zum Teil auch
aus Not), um sich dennoch von der Masse absetzen zu können. Und dieser Schritt von einem Unternehmen, das seit vielen
Jahren an der Spitze der Handyhersteller verweilte, sich zugegebenermaßen aber
nicht sonderlich versatil und mitarbeiterfreundlich zeigte und sich nun
aufgrund sinkender Nachfrage auf die oberen Plätze zurück zu kämpfen versucht, diesem Unternehmen zolle ich meinen Respekt. Denn die
Lösung, die sie sich einfallen ließen, sich mit besonderen Eigenschaften von den
Konkurrenten abzusetzen, ist bei keinem Hersteller in letzter Zeit mehr so sehr
aufgefallen wie bei unserem finnischen „Fast“-Nachbarn.
Das Device, das das Ruder gleichermaßen rumreißen soll,
wartet wirklich mit so interessanten Features auf, dass andere Hersteller
zukünftig wieder vermehrt Einfallsreichtum zeigen dürfen.
Außergewöhnlichkeit verkörpert das 920 durch die
Aufladetechnik der Induktionsladung sowie einem Display, welches auch mit Handschuhen
oder dem bloßen Fingernagel bedienbar ist. Abzugrenzen versucht sich es sich auch mit einer
Farbenpracht, mit der es rebellisch aus dem eher tristen Schwarz-Silber-Grau-Weiß
der anderen Smartphones heraussticht. Der kontinuierlichen Entwicklung zu verdanken ist das
Smartphone auch mit allerneuester Technik ausgestattet, die mit einer der
besten Kameras (ohne PureView) auf dem Markt aufwartet sowie Gorilla Glas
bietet und sogar das noch spärliche, aber auf allen Frequenzen verfügbare LTE
unterstützt. Auch haben Hard- und Softwarepartner dieses Mal so eng
zusammengearbeitet, sodass man im Prinzip schon von einer perfekten Abstimmung
von Hard- und Software sprechen kann. Die schon oben kurz genannte Produktivität ist in unserer
heutigen Zeit natürlich auch von Bedeutung, da auch Firmenkunden angesprochen werden
sollen. Diese werden aber mit dem Office-Paket mehr als zufriedengestellt, das
der Softwarehersteller von Anfang an auf dem Gerät zur Verfügung stellt. Nun
können sie alle Firmendokumente und -Präsentationen auf dem Weg zum Meeting im
Taxi oder Bus anschauen oder noch kleine Änderungen vornehmen, die sofort mit
der Cloud synchronisiert oder auf dem Unternehmensserver gespeichert werden
(der Exchange mit Outlook ist vortrefflich).
Nur was ist jetzt der Grund, weshalb mich das Gerät so
fasziniert und ich großes Interesse daran habe? Das Betriebssystem ist in diesem Maße ausgereift, als dass
es nun alles bietet, was konkurrierende Geräte auch bieten, somit haben
letztere keine Alleinstellungsmerkmale mehr. App-seitig lässt sich zwar die
Quantität bemängeln, qualitativ hat sich aber einiges getan, was durchaus einen
Umstieg in Betracht ziehen lässt.
Durch die optimale Anpassung von Hard- und Software ist die
User Experience auf einem derart hohen Niveau, bei dem selbst der Herbst die
Äpfel von ihren hohen Ästen schüttelt.
Was ich jedoch noch hilfreicher empfinde, ist die
vollwertige Office-Suite, die nun von ihrem Schöpfer höchstpersönlich auf ihren
mobilen Außeneinsatz zurechtgeschnitten wurde und so eine perfekte Basis
bietet, mit der sich Vorlesungen und Skripte mit Notizen füllen lassen oder
Tabellen im Controlling bearbeitet werden können.
Kurzum: das Gesamtpaket ist hier dermaßen durchdacht, dass
es für mich im Moment kein besser ausgestattetes, innovativeres oder
ansehnlicheres Smartphone gibt."
Kritik erwünscht.
Freitag, 31. August 2012
Inventar.
Es sind nu' Semesterferien, daher jetzt endlich wieder ein neuer Post. Muss vorangehen hier. Liegt schon überall Staub rum, der muss weg. Frühjahrsputz und so. Nicht ganz, eher Spätsommerputz. Also gut:
- Unglaublich, wie das heute alles so passiert, so ganz einfach, denkt die Oma. Sie sitzt strickend im Schaukelstuhl und sinniert über Bockwürste und Frikadellen. Und Kartoffelpüree. Da, schau her, sagt sie und zeigt der Katze ihr frisch gestricktes Werk. Die macht große Augen und schau erst das Etwas an, das die Oma in ihren Händen hält und dann zurück zum Fenster. Die Oma gluckst, scheinbar interessieren sich Katzen also nicht für selbstgemachte Kunst. Sie zwirbelt weiter mit den beiden Stäben in der Wolle rum und summt Break'n A Sweat von Skrillex. Scheinbar, so denkt sie weiter, haben Katzen ihre eigenen Interessen, denen sie mehr Aufmerksamkeit schenken als die Strickereien einer alten Oma. Sie verpasst was, eindeutig, meint die Oma zu sich selbst und wackelt mit ihren Ohren. Dabei gäbe es doch draußen garnichts zu sehen. Oder doch? Die Oma wird neugierig und beugt sich vor. Die Augen hinter der Hornbrille funkeln, ihre Kette baumelt lässig um ihren Hals und ihre Hochsteckfrisur spiegelt sich in der Glasvitrine. Sie hält den Kopf schräg und erkennt verschwommen ihr Gesicht im Fenster. Draußen indes ist nichts. Die Katze müsse sich irren, da ist wirklich nichts. Da gibt es nichts zum anschauen. Aber die Katze dreht ihren Kopf in unregelmäßigen Abständen von der einen zur anderen Seite. Die Oma schaut vom Fenster weg und beugt ihren Kopf runter zur Katze. Die liegt da ganz entspannt und tut so, als würde sie vor einer riesigen Kinoleinwand hocken. Die Oma kratzt sich mit ihrem Scratch-Finger am Kinn. Sowas, denkt sie, sowas sei wirklich erstaunlich. Recht verblüfft schau sie noch einmal aus dem Fenster. Und da entdeckt sie etwas. Ganz hinten, neben den Radischen und den Weg-Werf-Tomaten, da liegt tatsächlich etwas auf dem Boden. Richtig erkennen kann sie es nicht, aber es ist scheinbar größer als eine Ameise. Es ist sogar noch viel größer. Es ist... ja was ist es denn?
Die Oma drückt ihre Nase an die Scheibe. Es sieht aus wie ein zu klein geratener Waschbär, dessen Hinterteil in einer Tuba feststeckt. Ja genau, so sieht das ganze aus. Ziemlich kurios. Aber es ist halt unglaublich, was heut so alles passiert. Und diese Sache findet die Katze jetzt so spannend? Die Oma grübelt. Wäre sie jetzt eine Katze, würde sie auch versuchen, das Strícken anzufangen und nicht den ganzen Tag auf Waschbären in Tubas zu starren. Nur um sicherzustellen, falls das mit dem Mäusefangen nämlich nicht klappen sollte. An und für sich, findet die Oma, ist ja Mäusefangen auch keine Erfüllung. Und nebenbei noch eine ziemlich einseitige Ernährung. Stell dir nur mal vor, meint die Oma zu der Katze, was man mit Strickbarem alles machen kann. Man kann damit - die Oma legt ihre Stirn in Falten - so Anziehsachen basteln. Oder Nasenwärmer. Oder Überzieher für Wärmflaschen. Der Oma fallen gerade mannigfaltige Dinge ein, aber alle aufzählen mag sie jetzt doch nicht. Sie schaut wieder belustigt auf die Katze. Du führst schon ein drolliges Leben. Die Oma gluckst wieder und schaut amüsiert auf ihre Stricknadeln. Die sind sehr lang und dünn. Gewiss würden sie jemandem Schaden zufügen, wenn sie in die falschen Hände gerieten.
Aber neben der Katze und ihr ist ja weiter keiner da. Und die Katze, so viel steht fest, würde sich weniger um Werkzeuge wie diese scheren, da alles, was mit Arbeit zutun hat, ihr eh nicht liegt. Noch dazu wisse sie auch gar nicht, was man damit machen kann. Geschweige denn, was stricken ist. Die Oma schaut wieder auf die Katze. So ein einseitiges Leben würde sie auch mal führen wollen. Nur so für einen Tag. Die Oma zupft an ihrem Rock. Katzen wollen es ja so. Sie haben ja alle Freiheiten der Welt. Die Oma zupft am Saum. Aber sie haben es sich ausgesucht, ein Leben in Entspannung zu bevorzugen. Der Saum franzt leicht aus.
Die Oma stutzt. Sie hält ihren Kopf wieder schräg und schaut auf das Garn in ihrer Hand. Das ist sehr dünn. Der Katze fehlen auch motorische Fähigkeiten, denkt sie. Will soll sie auch mit einer Tatze eine Stricknadel halten? Das ist doch garnicht möglich, denkt die Oma und schaut belustigt die Katze an.
Diese dreht ihren Kopf zur Oma und blickt sie bedeutungslos an. Die Oma grinst. Ohne mich würdest du gar nicht so gut leben, wie du es jetzt machst, oder? Die Katze entscheidet sich, die Oma nicht verstanden zu haben und schaut wieder aus dem Fenster. Der Waschbär in der Tuba denkt sich gerade, wie doof er aussehen muss. Die Oma zuckt mit den Schultern und krault die Katze hinter den Ohren. Nachher gibt es dein Lieblingsgericht, weißt du? Die Katze reagiert nicht und schaut weiter auf den Waschbär. Lecker Fisch! Keine Reaktion. Mit diesen kleinen Weizenkissen! Der Katze scheint dieses Angebot egal zu sein. Sie wisse eh, dass es immer ihr Lieblingsgericht gibt. Die Oma tut, es würde sie der Katze zustimmen. Sie nickt leicht, als würde sie etwas zur Kenntnis nehmen, erhebt sich langsam und schlüpft in ihre Puschen. Sie wickelt die Stricknadeln ein, legt das Garn zur Seite und schlurft Richtung Küche. Dort angekommen, öffnet sie den Kühlschrank, entnimmt Katzenmilch und Fisch aus dem oberen Regal und stellt beides auf den Tisch. Dann bückt sie sich langsam, hebt die Schale der Katze auf, stellt diese neben die Milch und öffnet letztere. Den Inhalt gießt sie in die Schale, nimmt daraufhin einen Löffel aus dem Schubfach und öffnet die Fischpackung. Den Fisch legt sie auch in die Schale. Dann merkt sie, wie etwas ihr Bein streicht. Die Katze ist da. Sie riecht wohl den Fisch. Die Oma blickt zufrieden auf die Katze. Diese sitzt nun vor ihr und schaut sie erwartend an. Dann nimmt die Oma die Schale von der Anrichte, stellt sie behutsam vor der Katze ab und schaut ihr gespannt zu. Der Katze scheint es zu schmecken. Die Oma schlurft zurück und setzt sich auf das Sofa. Dann legt sie sich langsam hin und schläft ein. Ihre Puschen fallen zu Boden.
Die Katze ist fertig mit essen, streckt sich und geht durch die Küchentür nach draußen. Sie springt über eine Blumenvase auf den Rasen und schlendert zum Waschbär in der Tuba. Dieser bemerkt die Katze und weiß nicht, wie er reagieren soll. Die Katze bleibt vor ihm stehen, schaut ihn an und dreht den Kopf hin und her. Der Waschbär beobachtet sie. Er weiß einfach nicht, was er machen soll.
Plötzlich ertönt ein Schrei. Jemand schreit. Jemand kommt angelaufen. Die Katze ist verschreckt. Da ist meine Tuba! Die Katze versteht, dieser Jemand ist ein Musiker. Der vergaß wohl seine Tuba. Tatsache. Der Musiker kommt an, sieht die Tuba und freut sich. Der Waschbär ist noch verwirrter. Eine Katze und ein Musiker, wie soll das nur weitergehen. Der Musiker bückt sich runter, fasst die Tuba am Griff und hebt sie hoch. Dem Waschbären wird schlecht. Na, wie kommst du denn darein, fragt der Musiker den Waschbären. Bin gefallen, antwortet der Waschbär. Achso. Der Musiker überlegt, bläßt in das Mundstück und der Waschbär wird herausgeschleudert. Er prallt auf dem Boden auf und reibt sich sein Hinterteil. Die Katze feiert. Danke, sagt der Musiker und versinkt im Boden. Der Waschbär geht weg. Die Katze auch.
Dann wacht der Opa auf, schlüpft in seine Puschen und streichelt seinen Hund, der auch in seinem Korb geschlafen hat. Ich macht dir jetzt erstmal eine Mahlzeit!
- Unglaublich, wie das heute alles so passiert, so ganz einfach, denkt die Oma. Sie sitzt strickend im Schaukelstuhl und sinniert über Bockwürste und Frikadellen. Und Kartoffelpüree. Da, schau her, sagt sie und zeigt der Katze ihr frisch gestricktes Werk. Die macht große Augen und schau erst das Etwas an, das die Oma in ihren Händen hält und dann zurück zum Fenster. Die Oma gluckst, scheinbar interessieren sich Katzen also nicht für selbstgemachte Kunst. Sie zwirbelt weiter mit den beiden Stäben in der Wolle rum und summt Break'n A Sweat von Skrillex. Scheinbar, so denkt sie weiter, haben Katzen ihre eigenen Interessen, denen sie mehr Aufmerksamkeit schenken als die Strickereien einer alten Oma. Sie verpasst was, eindeutig, meint die Oma zu sich selbst und wackelt mit ihren Ohren. Dabei gäbe es doch draußen garnichts zu sehen. Oder doch? Die Oma wird neugierig und beugt sich vor. Die Augen hinter der Hornbrille funkeln, ihre Kette baumelt lässig um ihren Hals und ihre Hochsteckfrisur spiegelt sich in der Glasvitrine. Sie hält den Kopf schräg und erkennt verschwommen ihr Gesicht im Fenster. Draußen indes ist nichts. Die Katze müsse sich irren, da ist wirklich nichts. Da gibt es nichts zum anschauen. Aber die Katze dreht ihren Kopf in unregelmäßigen Abständen von der einen zur anderen Seite. Die Oma schaut vom Fenster weg und beugt ihren Kopf runter zur Katze. Die liegt da ganz entspannt und tut so, als würde sie vor einer riesigen Kinoleinwand hocken. Die Oma kratzt sich mit ihrem Scratch-Finger am Kinn. Sowas, denkt sie, sowas sei wirklich erstaunlich. Recht verblüfft schau sie noch einmal aus dem Fenster. Und da entdeckt sie etwas. Ganz hinten, neben den Radischen und den Weg-Werf-Tomaten, da liegt tatsächlich etwas auf dem Boden. Richtig erkennen kann sie es nicht, aber es ist scheinbar größer als eine Ameise. Es ist sogar noch viel größer. Es ist... ja was ist es denn?
Die Oma drückt ihre Nase an die Scheibe. Es sieht aus wie ein zu klein geratener Waschbär, dessen Hinterteil in einer Tuba feststeckt. Ja genau, so sieht das ganze aus. Ziemlich kurios. Aber es ist halt unglaublich, was heut so alles passiert. Und diese Sache findet die Katze jetzt so spannend? Die Oma grübelt. Wäre sie jetzt eine Katze, würde sie auch versuchen, das Strícken anzufangen und nicht den ganzen Tag auf Waschbären in Tubas zu starren. Nur um sicherzustellen, falls das mit dem Mäusefangen nämlich nicht klappen sollte. An und für sich, findet die Oma, ist ja Mäusefangen auch keine Erfüllung. Und nebenbei noch eine ziemlich einseitige Ernährung. Stell dir nur mal vor, meint die Oma zu der Katze, was man mit Strickbarem alles machen kann. Man kann damit - die Oma legt ihre Stirn in Falten - so Anziehsachen basteln. Oder Nasenwärmer. Oder Überzieher für Wärmflaschen. Der Oma fallen gerade mannigfaltige Dinge ein, aber alle aufzählen mag sie jetzt doch nicht. Sie schaut wieder belustigt auf die Katze. Du führst schon ein drolliges Leben. Die Oma gluckst wieder und schaut amüsiert auf ihre Stricknadeln. Die sind sehr lang und dünn. Gewiss würden sie jemandem Schaden zufügen, wenn sie in die falschen Hände gerieten.
Aber neben der Katze und ihr ist ja weiter keiner da. Und die Katze, so viel steht fest, würde sich weniger um Werkzeuge wie diese scheren, da alles, was mit Arbeit zutun hat, ihr eh nicht liegt. Noch dazu wisse sie auch gar nicht, was man damit machen kann. Geschweige denn, was stricken ist. Die Oma schaut wieder auf die Katze. So ein einseitiges Leben würde sie auch mal führen wollen. Nur so für einen Tag. Die Oma zupft an ihrem Rock. Katzen wollen es ja so. Sie haben ja alle Freiheiten der Welt. Die Oma zupft am Saum. Aber sie haben es sich ausgesucht, ein Leben in Entspannung zu bevorzugen. Der Saum franzt leicht aus.
Die Oma stutzt. Sie hält ihren Kopf wieder schräg und schaut auf das Garn in ihrer Hand. Das ist sehr dünn. Der Katze fehlen auch motorische Fähigkeiten, denkt sie. Will soll sie auch mit einer Tatze eine Stricknadel halten? Das ist doch garnicht möglich, denkt die Oma und schaut belustigt die Katze an.
Diese dreht ihren Kopf zur Oma und blickt sie bedeutungslos an. Die Oma grinst. Ohne mich würdest du gar nicht so gut leben, wie du es jetzt machst, oder? Die Katze entscheidet sich, die Oma nicht verstanden zu haben und schaut wieder aus dem Fenster. Der Waschbär in der Tuba denkt sich gerade, wie doof er aussehen muss. Die Oma zuckt mit den Schultern und krault die Katze hinter den Ohren. Nachher gibt es dein Lieblingsgericht, weißt du? Die Katze reagiert nicht und schaut weiter auf den Waschbär. Lecker Fisch! Keine Reaktion. Mit diesen kleinen Weizenkissen! Der Katze scheint dieses Angebot egal zu sein. Sie wisse eh, dass es immer ihr Lieblingsgericht gibt. Die Oma tut, es würde sie der Katze zustimmen. Sie nickt leicht, als würde sie etwas zur Kenntnis nehmen, erhebt sich langsam und schlüpft in ihre Puschen. Sie wickelt die Stricknadeln ein, legt das Garn zur Seite und schlurft Richtung Küche. Dort angekommen, öffnet sie den Kühlschrank, entnimmt Katzenmilch und Fisch aus dem oberen Regal und stellt beides auf den Tisch. Dann bückt sie sich langsam, hebt die Schale der Katze auf, stellt diese neben die Milch und öffnet letztere. Den Inhalt gießt sie in die Schale, nimmt daraufhin einen Löffel aus dem Schubfach und öffnet die Fischpackung. Den Fisch legt sie auch in die Schale. Dann merkt sie, wie etwas ihr Bein streicht. Die Katze ist da. Sie riecht wohl den Fisch. Die Oma blickt zufrieden auf die Katze. Diese sitzt nun vor ihr und schaut sie erwartend an. Dann nimmt die Oma die Schale von der Anrichte, stellt sie behutsam vor der Katze ab und schaut ihr gespannt zu. Der Katze scheint es zu schmecken. Die Oma schlurft zurück und setzt sich auf das Sofa. Dann legt sie sich langsam hin und schläft ein. Ihre Puschen fallen zu Boden.
Die Katze ist fertig mit essen, streckt sich und geht durch die Küchentür nach draußen. Sie springt über eine Blumenvase auf den Rasen und schlendert zum Waschbär in der Tuba. Dieser bemerkt die Katze und weiß nicht, wie er reagieren soll. Die Katze bleibt vor ihm stehen, schaut ihn an und dreht den Kopf hin und her. Der Waschbär beobachtet sie. Er weiß einfach nicht, was er machen soll.
Plötzlich ertönt ein Schrei. Jemand schreit. Jemand kommt angelaufen. Die Katze ist verschreckt. Da ist meine Tuba! Die Katze versteht, dieser Jemand ist ein Musiker. Der vergaß wohl seine Tuba. Tatsache. Der Musiker kommt an, sieht die Tuba und freut sich. Der Waschbär ist noch verwirrter. Eine Katze und ein Musiker, wie soll das nur weitergehen. Der Musiker bückt sich runter, fasst die Tuba am Griff und hebt sie hoch. Dem Waschbären wird schlecht. Na, wie kommst du denn darein, fragt der Musiker den Waschbären. Bin gefallen, antwortet der Waschbär. Achso. Der Musiker überlegt, bläßt in das Mundstück und der Waschbär wird herausgeschleudert. Er prallt auf dem Boden auf und reibt sich sein Hinterteil. Die Katze feiert. Danke, sagt der Musiker und versinkt im Boden. Der Waschbär geht weg. Die Katze auch.
Dann wacht der Opa auf, schlüpft in seine Puschen und streichelt seinen Hund, der auch in seinem Korb geschlafen hat. Ich macht dir jetzt erstmal eine Mahlzeit!
Sonntag, 17. Juni 2012
Warum Prollen toll ist
Dieser kleine Beitrag widmet sich der Frage, warum Prollen eigentlich ganz toll ist. Denn normalerweise hat das Prollen eher einen negativen Beigeschmack. Man prollt nicht, das ist gesellschaftlich verpönt. Außerdem wirft es ein schlechtes Licht auf einen selbst und macht unsympatisch. Nebenbei ist Deutschland auch ein Neid-Land, jeder gönnt dem anderen nichts. Von daher ist Prollen genau der falsche Weg, wenn man sich neue Freunde machen will. Diese treten dann eher als Feinde auf und ignorieren, ja verunglimpfen einen. Was natürlich schade ist, denn eigentlich sollte man doch zeigen können, dass man das, was man gekauft und besitzt, auch verdient hat. Nur haben das wohl die meisten Leute nicht verstanden.
In Italien zum Beispiel wird man mit Klatschen und Jubeln empfangen, wenn man beispielsweise mit einem Ferrari ein V8-Konzert durch den Ort musiziert. Jeder, der an der Straße steht, fängt an zu strahlen, wirft die Hände in die Luft oder streckt den Daumen nach oben.
Nicht so in Deutschland, in dem man Kopfschütteln und Missverständnis erntet, versucht man hier gleiches zu tun. Natürlich wird eine solche automobile Skulptur schnell zum Sündenbock für Umweltverschmutzung und Lärmbelästigung erklärt. Aber vielleicht hat der Ferrari ja sein Anrecht darauf, vom Fahrer mit einem Grinsen und einer riesigen Freude im Gasfuß so gefahren zu werden?
Diese Präsentation der italienischen Diva könnte direkter Proll genannt werden, da wohl viele nicht auf den Gedanken kommen würden, der Fahrer habe sich das Gefährt mit viel Mühe und Fleiß erarbeitet. Die Meisten denken, dass das Auto geleast, gemietet, ausgeliehen oder sonstwie anderweitig ausgeborgt sei. Denn die Unterhaltskosten sind per se schon dramatisch hoch, da fällt der Anschaffungspreis erst recht ins Gewicht. Natürlich muss das Auto dann auch zum Anwesen und zum Fahrer passen und oft, das zeigt eine Beobachtung, ist dem nicht so.
Im Gegensatz dazu wäre nämlich indirekter Proll in einer Weise so, dass man sagt, man kaufe sich das Auto quasi heimlich, stelle es sich in die wohltemperierte Garage und behandle es wie eine Trophäe. Man führt es also nicht vor. So prollt man nämlich indirekt vor den Leuten, die dann irgendwann kommen, um sich den Traum auf vier Rädern genauer anzusehen.
Doch warum ist Proll denn nun gut? Nun, früher hatten die Leute andere Dinge, mit denen sie zeigen konnten, wer der Herr im Haus ist. Die Bauern maßen ihre Wichtigkeit und ihren Einfluss in Form der Anzahl von Ländereien, Sklaven, Frauen und anderem. Heutzutage, in der die Gesellschaft über die Zeit einen sehr starken sozialen Wandel erfahren hat, zählen andere Statussymbole. Dazu gehören halt Autos, Boote, Häuser und andere materialistische Werte. Und für viele Männer zählen auch die Anzahl der Frauen, mit denen sie eine Nacht verbracht haben, zu den Herausstellungsmerkmalen.
Damit kann man gut vor Freunden angeben. Feine Sache. Und genau diese Zurschaustellung ist bringt uns schon zum ersten Argument für das Prollen: Man vergleicht sich, man eröffnet quasi den Wettwerb um eine Sache. Genau dieser Wettbewerb ist ein großer Motivationsfaktor! Man kann sich denken: "okay, der hat ein tolles Haus und einen R8, verdient gutes Geld, da er eine hohe Position inne hat. Das muss ich auch hinkriegen". Jeder erinnert sich sofort an die Szene aus "Das 10 Gebote Movie", in dem der eine Nachbar sich einen Kernspintomographen gekauft hat und der andere Nachbar auf ihn neidisch war und daraufhin zwei Kernspintomographen gekauft hat. Das hat der andere Nachbar natürlich wieder mitbekommen und sich vier Kernspintomographen gekauft und immer so weiter. Am Ende waren beide Häuser voller Kernspintomographen, nirgends in der Stadt gab es noch Kernspintomographen. Wirklich sehr witzig das ganze.
Ein weiterer Pluspunkt, der daraus folgt ist, dass man durchs Prollen die Wirtschaft ankurbelt. Denn wenn man erstmal motiviert ist, sich neue, bessere und teurere Sachen zu kaufen, um damit den anderen wieder zu überbieten, verdient der Staat dabei gut mit.
Den dritten wichtigen Punkt kann man auf die Gesundheit der Menschen zurückführen, denn Prollen ist nicht gesundheitsschädlich. Dieser Punkt klingt zwar ein wenig komisch, aber führt man sich mal vor Augen, dass früher die Machtkämpfe immer mit Schwertern ausgetragen wurden und beide Parteien danach immer starke Blessuren am Körper hatten, so kann man heute froh sein, dass man beim Prollen noch nicht einmal seinen kleinen Finger krumm machen muss. Denn man trägt ja die Kämpfe nicht auf einem Schlachtfeld aus, sondern ganz gesittet im Alltag. Keiner muss mehr zeigen, dass er der Beste ist, da er super durchtrainiert und mit Mordeslust vor einem steht, das Schwert erhoben, mit furchteinflößenden Augen und nach dem Fight trimphierend die Eisenklinge in die Luft stößt. Nein, heute stellt man sich einfach vor seinen Ferrari, nickt mit verschränkten Armen ganz lässig den Nachbarn und Leuten an der Straße zu und sagt sich, "guckt euch an mit euren GOLF GTIs, ich bin so viel toller als ihr alle". Natürlich gehört auch das Ausführen seiner Liebsten vor den Boulevards der Welt dazu, um zu zeigen, was man im Leben schon erreicht hat, um sich sowas tolles zu leisten.
Gerade fällt mir ein, dass Prollen im Prinzip gleichzusetzen mit Angeben ist. Nur ist wohl Prollen die höhere Form, die etwas auffälligere.
Doch auch die Nachteile vom Prollen sollen hier nicht vernachlässigt werden. So schön Prollen ist, so schwierig wird es, wenn es dabei darum geht, Missstände oder "Schräglagen" zu überdecken. Hat man nämlich nicht das Geld oder die Position für das dementsprechende Objekt, so wird das Prollen zur Farce, der Satz "Gleiches zu Gleichem" gilt nicht mehr (im Beispiel: Manager zu R8).
Man versucht sich also besser zu machen mit dem, was man nicht hat. In diesem Fall das Geld, das man nicht hat für das Auto, das einen aufwerten soll.
Einige Probleme gibt es hier auch im sozialen Umfeld, wenn sich Menschen besondere Dinge aufgrund ihrer Position kaufen, und andere dahingehend ausgegrenzt werden, die sich nicht in dieser Position befinden, sich diese Dinge auch kaufen zu können. Dieser Gruppenzwang führt letztendlich zum Ausschluss aus der wichtigen sozialen Gruppe. Und da Menschen Rudeltiere sind und sozialen Austausch und Kontakt brauchen, um überleben zu können, werden kriminelle Instinkte geweckt, um auf anderem Wege an das zu kommen, was den Aufenthalt in der Gruppe und dessen Fortbestand sichert.
Was aber nicht zu "dieser" Art von Proll zählt, ist die Gruppe, bei der man auch Assi-Tuning und Markenreiter assoziiert. Diese Form des Prolls ist aber wirklich lächerlich und gehört hier nicht her.
Damit kommen wir nun zum Ende des Posts. Wie man sieht, ist Prollen also garnicht so schlecht. Nur sollte man es nicht straight und offensichtlich machen, sondern mit Stil und Contenance.
In Italien zum Beispiel wird man mit Klatschen und Jubeln empfangen, wenn man beispielsweise mit einem Ferrari ein V8-Konzert durch den Ort musiziert. Jeder, der an der Straße steht, fängt an zu strahlen, wirft die Hände in die Luft oder streckt den Daumen nach oben.
Nicht so in Deutschland, in dem man Kopfschütteln und Missverständnis erntet, versucht man hier gleiches zu tun. Natürlich wird eine solche automobile Skulptur schnell zum Sündenbock für Umweltverschmutzung und Lärmbelästigung erklärt. Aber vielleicht hat der Ferrari ja sein Anrecht darauf, vom Fahrer mit einem Grinsen und einer riesigen Freude im Gasfuß so gefahren zu werden?
Diese Präsentation der italienischen Diva könnte direkter Proll genannt werden, da wohl viele nicht auf den Gedanken kommen würden, der Fahrer habe sich das Gefährt mit viel Mühe und Fleiß erarbeitet. Die Meisten denken, dass das Auto geleast, gemietet, ausgeliehen oder sonstwie anderweitig ausgeborgt sei. Denn die Unterhaltskosten sind per se schon dramatisch hoch, da fällt der Anschaffungspreis erst recht ins Gewicht. Natürlich muss das Auto dann auch zum Anwesen und zum Fahrer passen und oft, das zeigt eine Beobachtung, ist dem nicht so.
Im Gegensatz dazu wäre nämlich indirekter Proll in einer Weise so, dass man sagt, man kaufe sich das Auto quasi heimlich, stelle es sich in die wohltemperierte Garage und behandle es wie eine Trophäe. Man führt es also nicht vor. So prollt man nämlich indirekt vor den Leuten, die dann irgendwann kommen, um sich den Traum auf vier Rädern genauer anzusehen.
Doch warum ist Proll denn nun gut? Nun, früher hatten die Leute andere Dinge, mit denen sie zeigen konnten, wer der Herr im Haus ist. Die Bauern maßen ihre Wichtigkeit und ihren Einfluss in Form der Anzahl von Ländereien, Sklaven, Frauen und anderem. Heutzutage, in der die Gesellschaft über die Zeit einen sehr starken sozialen Wandel erfahren hat, zählen andere Statussymbole. Dazu gehören halt Autos, Boote, Häuser und andere materialistische Werte. Und für viele Männer zählen auch die Anzahl der Frauen, mit denen sie eine Nacht verbracht haben, zu den Herausstellungsmerkmalen.
Damit kann man gut vor Freunden angeben. Feine Sache. Und genau diese Zurschaustellung ist bringt uns schon zum ersten Argument für das Prollen: Man vergleicht sich, man eröffnet quasi den Wettwerb um eine Sache. Genau dieser Wettbewerb ist ein großer Motivationsfaktor! Man kann sich denken: "okay, der hat ein tolles Haus und einen R8, verdient gutes Geld, da er eine hohe Position inne hat. Das muss ich auch hinkriegen". Jeder erinnert sich sofort an die Szene aus "Das 10 Gebote Movie", in dem der eine Nachbar sich einen Kernspintomographen gekauft hat und der andere Nachbar auf ihn neidisch war und daraufhin zwei Kernspintomographen gekauft hat. Das hat der andere Nachbar natürlich wieder mitbekommen und sich vier Kernspintomographen gekauft und immer so weiter. Am Ende waren beide Häuser voller Kernspintomographen, nirgends in der Stadt gab es noch Kernspintomographen. Wirklich sehr witzig das ganze.
Ein weiterer Pluspunkt, der daraus folgt ist, dass man durchs Prollen die Wirtschaft ankurbelt. Denn wenn man erstmal motiviert ist, sich neue, bessere und teurere Sachen zu kaufen, um damit den anderen wieder zu überbieten, verdient der Staat dabei gut mit.
Den dritten wichtigen Punkt kann man auf die Gesundheit der Menschen zurückführen, denn Prollen ist nicht gesundheitsschädlich. Dieser Punkt klingt zwar ein wenig komisch, aber führt man sich mal vor Augen, dass früher die Machtkämpfe immer mit Schwertern ausgetragen wurden und beide Parteien danach immer starke Blessuren am Körper hatten, so kann man heute froh sein, dass man beim Prollen noch nicht einmal seinen kleinen Finger krumm machen muss. Denn man trägt ja die Kämpfe nicht auf einem Schlachtfeld aus, sondern ganz gesittet im Alltag. Keiner muss mehr zeigen, dass er der Beste ist, da er super durchtrainiert und mit Mordeslust vor einem steht, das Schwert erhoben, mit furchteinflößenden Augen und nach dem Fight trimphierend die Eisenklinge in die Luft stößt. Nein, heute stellt man sich einfach vor seinen Ferrari, nickt mit verschränkten Armen ganz lässig den Nachbarn und Leuten an der Straße zu und sagt sich, "guckt euch an mit euren GOLF GTIs, ich bin so viel toller als ihr alle". Natürlich gehört auch das Ausführen seiner Liebsten vor den Boulevards der Welt dazu, um zu zeigen, was man im Leben schon erreicht hat, um sich sowas tolles zu leisten.
Gerade fällt mir ein, dass Prollen im Prinzip gleichzusetzen mit Angeben ist. Nur ist wohl Prollen die höhere Form, die etwas auffälligere.
Doch auch die Nachteile vom Prollen sollen hier nicht vernachlässigt werden. So schön Prollen ist, so schwierig wird es, wenn es dabei darum geht, Missstände oder "Schräglagen" zu überdecken. Hat man nämlich nicht das Geld oder die Position für das dementsprechende Objekt, so wird das Prollen zur Farce, der Satz "Gleiches zu Gleichem" gilt nicht mehr (im Beispiel: Manager zu R8).
Man versucht sich also besser zu machen mit dem, was man nicht hat. In diesem Fall das Geld, das man nicht hat für das Auto, das einen aufwerten soll.
Einige Probleme gibt es hier auch im sozialen Umfeld, wenn sich Menschen besondere Dinge aufgrund ihrer Position kaufen, und andere dahingehend ausgegrenzt werden, die sich nicht in dieser Position befinden, sich diese Dinge auch kaufen zu können. Dieser Gruppenzwang führt letztendlich zum Ausschluss aus der wichtigen sozialen Gruppe. Und da Menschen Rudeltiere sind und sozialen Austausch und Kontakt brauchen, um überleben zu können, werden kriminelle Instinkte geweckt, um auf anderem Wege an das zu kommen, was den Aufenthalt in der Gruppe und dessen Fortbestand sichert.
Was aber nicht zu "dieser" Art von Proll zählt, ist die Gruppe, bei der man auch Assi-Tuning und Markenreiter assoziiert. Diese Form des Prolls ist aber wirklich lächerlich und gehört hier nicht her.
Damit kommen wir nun zum Ende des Posts. Wie man sieht, ist Prollen also garnicht so schlecht. Nur sollte man es nicht straight und offensichtlich machen, sondern mit Stil und Contenance.
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